Rundreisen

Glanzlichter einer vergessenen und unvergesslichen Region – Die Basilikata und ein Blick nach Apulien Geschichte(n) von Sarazen

Verfasst von Spezialreisen Ulla Kastner am 18. November 2011

Spezialreisen Ulla Kastner

Die Basilikata gehört zu den Regionen im Süden Italiens, die irgendwie „vergessen“ wurde. Früher gefürchtet wegen Banditen und heute durch mangelnde Verkehrsanbindungen ins Abseits des Tourismus geraten. Wer jedoch eine Reise in diese Region des Mezzogiorno Italiens unternimmt, der wird in jeder Beziehung grandiose Erlebnisse mit nach Hause nehmen. Reich an Kultur und Natur, ursprünglichen kulinarischen Genüssen und Gastlichkeit. Die Landschaft wechselt vom Meer bis zum Gebirge und lässt uns bei deren Anblick einfach nur ins Staunen geraten. Matera und Maratea, zwei Orte, vollkommen verschieden in ihrer Eigenart, oder die Städte der Ordensritter und des Staufers Friedrich II., endlose Kornfelder und enge Sträßchen - ein kulturelles Highlight folgt dem anderen und dies alles ohne Touristenmassen! Es ist eine Region mit der längsten Geschichte Italiens, die noch zu den wenigen unentdeckten in Italien gehört und dennoch einfach nur Grandioses bietet.

Programmablauf
1. Tag: Benvenuti nel Mezzogiorno
Sie kommen in Bari an. Nach der Abholung am Flughafen geht es nach Matera, Ihrer ersten Station der Reise (ca. 1 Std.Fahrzeit ab Flughafen). Check-in im Felsen-Hotel und danach Zeit zur Entspannung oder ersten Erkundung. Das Abendessen nehmen Sie in einem Restaurant inmitten der Sassi, der Felsenstadt, mit lokalen Spezialitäten ein.

2. Tag: Die unglaubliche Stadt - Matera
Der heutige Tag ist der einmaligen Stadt Matera mit ihren berühmten Sassi, ihren Felsenwohnungen gewidmet. Nicht umsonst ist Matera seit 1993 zum Weltkulturerbe erklärt worden. Mit einer Stadtführerin werden Sie die wohl älteste Stadt der Welt und ihre Monumente kennen lernen. In einem typischen Restaurant genießen Sie die lukanischen Spezialitäten. Am Nachmittag staunen Sie bei den Felskirchen auf der Murgia Materana, die ein einzigartiges Zusammenspiel von Natur und Kultur ergeben und viel Geschichte lebendig werden lassen.  Nach diesem spektakulären Tag können Sie bei einem kulinarischen Abendessen das Gesehene nochmals Revue passieren lassen.

3. Tag: Apulien - Friedrich II., der Staufer und seine Ausnahmebauten
Durch die Hochebene des Parco Nationale dell’ Alta Murgia fahren Sie heute nach Altamura. Mit der Kathedrale, die Friedrich hier errichten ließ, hat er das einzige kirchlich bedeutsame Bauwerk während seiner Kaiserzeit entstehen lassen. Diese wunderbare Kathedrale mit ihren ganz speziellen Charakteristiken ist nicht nur eine optische Freude, sondern auch mit einer interessanten Geschichte verbunden.  Mit einem Besuch des berühmten Castel del Monte, das einen wesentlichen Bestandteil der Stauferburgen Friedrichs II. darstellt, geht das Staunen über seine Genialität weiter. Selbst der Umstand, dass er es nie selbst bewohnt hat, ändert nichts daran, dass es nach seinen Entwürfen gebaut wurde und ein unvergessliches Erlebnis in seiner grandiosen Bauweise darstellt, die jeglicher strategischen Logik zu widersprechen scheint. Die Fahrt in den Nord-Westen der Basilikata führt in das Vulturegebiet. Nach dem Check-in in Ihrem 4*-Hotel in Melfi werden Sie in einem wunderbaren Ambiente das Abendmenü einnehmen. einen Ausflug in das umgebende Vulture-Gebiet unternehmen, in dem die wunderbaren Weine der Basilikata produziert werden. Landschaftlich wird dieses Areal natürlich vom erloschenen Vulkan des Vulture geprägt, des Weiteren sind es die Olivenhaine und Weinberge, die dem Terrain ihren Stempel aufdrücken. Das typisch lukanische Menü werden Sie dann in einem ganz speziellen Restaurant am Abend genießen.

4. Tag: Faszination des Vulture
Fragt man sich, was Friedrich II. den Staufer, den Stupor Mundi, so verzaubert hat, dass er viel Zeit hier verbrachte, so werden Sie sich die Frage selbst beantworten können bei einem Ausflug zum Monticchio-See im gleichnamigen Naturreservat. Die bezaubernde panoramareiche und interessante Abtei S. Michele aus dem 12. Jahrhundert, entstanden über bereits Jahrhunderte früher bewohnten Felsgrotten, und die Höhle des Briganten Croco laden zum Betrachten „gelebter Geschichte“ ein. In Rionero del Vulture nehmen Sie ein delikates kleines Mittagessen ein. Der Nachmittag ist diesem kleinen Städtchen gewidmet, das für den Aglianico-Wein steht, den „Nektar der Götter“. Albanisch-griechischer Einfluss ist hier seit dem 16. Jahrhundert deutlich, unübersehbar auch die Bedeutung des Weins. Hier wenden Sie sich einem der bemerkenswertesten Weingüter der Basilikata zu. In den wunderbaren alten „Schatzkammern“, den Weinkellern in Felshöhlen, werden Sie die im Gambero Rosso ausgezeichneten Weine verkosten. Zum Abendessen kehren Sie nach Melfi zurück.

5. Tag: Melfi – Einstige „Hauptstadt Europas“ und Horaz mit seiner Stadt
Melfi ist in vielerlei Hinsicht äußerst interessant: die Normannen starteten hier im 11. Jahrhundert die Verteidigung gegen die feindlichen Besetzer wie Araber, Langobarden und Griechen in einer Allianz mit der Kirche. Hier legte Friedrich II. die Melfischen Konstitutionen fest, die bis heute aktuell sind, der erste Kreuzzug wurde in Melfi geplant und das Zölibat ins Leben gerufen, nur um einige der Ereignisse zu nennen. Bei einer ausführlichen Stadtbesichtigung werden Sie viel interessante Geschichte und Geschichten kennen lernen und imposante Monumente einer kriegerischen Zeit. Nach diesem Ausflug in die Geschichte ist es Zeit einen Mittagsimbiss einzunehmen. Mit einem nachmittäglichen Ausflug nach Venusia, das heutige Venosa, geht es in die Geburtsstadt des großen Dichters Horaz im Jahre 65 v.Chr. Manfredi, der uneheliche Sohn Friedrichs II. erblickte hier 1232 das Licht der Welt. Die Stadt selbst gehörte mit zu den Lieblingsorten des Staufers.
Römische Antike begegnet Ihnen hier auf Schritt und Tritt, aber nicht nur. Zeugen aus der normannischen Ära wie die imposante Abbazia della Ss.Trinità mit der Chiesa Incompiuta aus dem Mittelalter oder das Kastell, um nur einige Monumente zu nennen, verkörpern Jahrhunderte voller geschichtlicher Wechselfälle. Am Abend können Sie beim leckeren Menü das Gesehene Revue passieren lassen.

6. Tag: Die Zeit lässt steigen dich und stürzen - Lagopesole   
Von außergewöhnlicher Bedeutung ist Lagopesole, das schon von weitem seine Besucher grüßt. Seine Festung überragt die kleine Stadt und diese ist Ihr Ziel an diesem Vormittag. Auf die Normannen zurückgehend, steht seine Nutzung in der Folgezeit durch Friedrich II. außer Frage. Etliche Sommer verbrachte der große Staufer hier mit seinem Sohn Manfredi. Nach der Besichtigung dieser architektonisch sehr interessanten Festung mit seiner umfangreichen Geschichte nehmen Sie in einem Restaurant mit wunderbarem Blick ein Mittagessen mit hauseigenen Produkten ein. Den Nachmittag setzen Sie mit einer Fahrt durch außergewöhnliches Gelände nach Viggianello fort. Hier beziehen Sie Ihr nächstes Hotel inmitten des herrlichen Nationalpark des Pollino gelegen. Im Hotelrestaurant werden Sie die Köstlichkeiten der Basilikata serviert bekommen.

7. Tag: Tiefgrünes Gebirge und eine ganz besondere Kiefer
Der Nationalpark des Pollino mit seinen Gipfeln, die teilweise über 2000 m hoch sind, bietet viele Möglichkeiten zum Wandern oder Biken. Hier oben werden Sie einen kleinen Spaziergang unternehmen und dabei den Blick über die herrlichen Wälder schweifen lassen können sowie eine Baumart besonderen Typs kennenlernen, die Panzerkiefer, die an keinem anderen Ort der Welt vorkommt! Am Abend hält das Hotel ein fantastisches Menü für Sie bereit.

8. Tag: Bewegte Geschichte und Landschaft
Sie nehmen noch nicht vollkommen Abschied von diesem Kleinod, denn Ihre Fahrt führt quer durch den Nationalpark des Pollino. Nach der gebirgigen Landschaft geht es über in ein Gebiet, das Sie in dieser Form sicherlich noch nie erlebt haben.
Die ca. 3-stündige Fahrt in die Lukanischen Dolomiten wird unterbrochen von einer Stippvisite in Craco, dem 1975 aufgegebenen Ort. Mit seinen unbewohnten, wettergebeutelten Häusern, über denen nur der intakte normannische Turm herausragt, bildet diese Geisterstadt sicherlich eine einprägsame Erinnerung. Von hier oben genießen Sie auch einen Blick über das ganze Tal und seine ausgeprägten „Calanchi“ (Erosionen), die das Markenzeichen dieses Gebiets darstellen. Ein weiterer kleiner Stopp in Tursi erinnert an die antike Zeit der Sarazenen im X. Jahrhundert in der „Rabatana“, aber nicht nur dies, auch weitere Zeugnisse arabischer Bewohner sind zu bewundern.
Am späten Nachmittag gelangen Sie dann in die Lukanischen Dolomiten, wo Sie eine Überraschungsübernachtung haben werden! Das Abendessen gibt es in einem urigen kleinen Restaurant mit sternekochverdächtigen Spezialitäten.

9. Tag: Wie auf einer Postkarte – die Lukanischen Dolomiten
Dass die Basilikata teilweise am Meer liegt ist relativ bekannt, dass es in dieser Region auch Gebirge gibt eher weniger. Heute werden Sie die Lukanischen Dolomiten kennen lernen. Die Auffahrt zum kleinen Ort Pietrapertosa ist einfach spektakulär und sehr schnell wird klar, warum dieses Gebirge Dolomiten heißt, denn bis zu 1050 m hohe Gipfel prägen die Natur und sind den „echten“ Dolomiten sehr ähnlich. Die beiden Orte Pietrapertosa und Castelmezzano, nur durch eine tiefe Schlucht getrennt, und hingeschmiegt an die Felsen wirken die Orte wie eine Postkartenidylle. Bei einem kleinen Stadtrundgang werden Sie die Reste der sarazenischen Ansiedlung bewundern, die sich bis heute erhalten haben. Am Abend werden Sie bei einem Abschiedsabendessen noch einmal die kulinarischen Hochgenüsse Lukaniens, wie der alte Name der Region ist, erleben.

10. Tag: Arrivederci
Nach dem Frühstück werden Sie mit hoffentlich vielen unvergesslichen Erinnerungen zum Flughafen in Bari aufbrechen.
©Ulla Kastner

Minimale Teilnehmerzahl 12, max. 18

Reisedaten:
20. bis 30. April 2012
02. bis 12. Oktober 2012

Leistungen:

  • 2 x Ü/F im 3*-Felsen-Hotel in Matera
  • 3 x Ü/F im 4*-Hotel in Melfi
  • 2 x HP in im 3*-Hotel in Viggianello
  • 2 x Ü/F in Pietrapertosa (Überraschungsübernachtung)
  • 2 x Abendessen in Matera im Restaurant in den Sassi
  • 3 x Abendessen in speziellen Restaurants in Melfi
  • 2 x Abendessen in Pietrapertosa
  • 1 x Weinverkostung
  • Ständige versierte deutsche Reiseleitung
  • Führungen mit lokalem Guide in Matera und Venosa
  • Transfers vor Ort im Minibus
  • Nicht enthalten:
  • Getränke sowie Trinkgelder
  • Reiserücktrittskostenversicherung
  • Flug oder andere Eigenanreise - Bei der Buchung von günstigen, tagaktuellen Flügen sind wir gerne behilflich

Preis pro Pers. im DZ:    € 1.430,00
EZ-Zuschlag:                   €   200,00 DZ zur EZ-Nutzung

Zubuchbare Mittagessen (empfohlen) € 110,00

  • 1 x Mittagessen in Matera
  • 1 x Mittagessen in Rionero del Vulture
  • 1 x Mittagessen in Venosa
  • 1 x Mittagessen nahe Lagopesole
  • 1 x Mittagessen im Nationalpark des Pollino
  • 1 x Mittagessen im Restaurant in Pietrapertosa
     
   
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Bild 12 zur Urlaubsidee »Glanzlichter einer vergessenen und unvergesslichen Region –  Die Basilikata und ein Blick nach Apulien Geschichte(n) von Sarazen«

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